Gesunder Körper

Zur gesunden Bewegung und für ein gutes Körperbewusstsein empfehlen wir Verfahren und Techniken aus den unterschiedlichsten Traditionen, z.B. Walking, Nordic Walking, Gymnastik, Tai Chi, Qi Gong, Kalari, Ayurveda, Yoga und weitere. Hier geben wir Ihnen regelmäßig Tipps, wie Sie Ihren Körper fit und gesund halten können.

Naturheilkunde Berlin - Ratgeber Gesunder Körper - Frau im Yogasitz im Immanuel Park

Bewegen und Pflegen

Für ein gesundes Körperbewusstsein, zur Vorbeugung von Erkrankungen und für das Wohlbefinden ist Bewegung und Körperpflege wichtig. Hier finden Sie regelmäßig Vorschläge für naturheilkundliche Anwendungen und Übungen, die Ihnen dabei helfen, selbst etwas für die Gesundheiterhaltung Ihres Körpers zu tun.

Übung des Monats - Die Serie

An dieser Stelle finden Sie jeden Monat einen Tipp für Bewegungsübungen, Körperpflege oder Anwendungen, die Sie zu Hause selbst durchführen können, z.B. Kneipp-Anwendungen, Yoga-Übungen, Pflegetipps aus dem Bereich Ayurveda. Für Detailfragen wenden Sie sich bitte an einen Ihren Arzt oder einen unserer Ärzte. Die Anleitungen und Tipps ersetzen kein therapeutisches Gespräch.

Kneipp-Knieguss

Kniegüsse sind zu Hause schnell und einfach durchzuführen. Nach dem Mittagessen helfen sie, wieder frisch zu werden und am Abend sind sie wohltuend, um den Kopf frei zu bekommen für einen besseren Schlaf. Für den Guss das kalte Wasser mit einem Schlauch oder mit einem Schöpfgefäß über den Körper gießen, ein verstellbarer Duschkopf sollte auf einen kompakten Strahl eingerichtet werden.

Man beginnt den Guss mit kaltem Wasser an der rechten Fußspitze, geht hinten hoch bis zur Kniekehle, dann wieder hinunter und wiederholt das gleiche an der Vorderseite des Beins. Das dauert nicht länger als eine Minute, aber man fühlt sich danach sehr erholt.

Yoga-Übungen

Yoga Asanas

Asana bedeutet soviel wie „bequeme Stellung“ und bezeichnet einzelne Körperhaltungen im Yoga. Diese Stellungen haben nichts mit Kraft oder Leistung zu tun. Sie werden besonders langsam durchgeführt und in völliger Anstrengungslosigkeit mit langsamer fließender Atmung. Sie sollten sich immer nur soweit bewegen und soweit biegen, wie Sie es ohne Anstrengung und mühelos können.

Drehstellung (Dauer etwa 1 Minute)

Sie setzen sich und strecken das rechte Bein auf dem Boden nach vorne, Ihr Oberkörper ist aufrecht. Nun heben Sie den linken Fuß über das rechte Bein und setzen ihn neben das rechte Knie. Anschließend führen Sie Ihren rechten Arm über das linke Knie und greifen mit der rechten Hand auf den Unterschenkel des rechten Beines. Sollten Sie Ihren Unterschenkel nicht berühren können, so schieben Sie den linken Fuß etwas mehr in Richtung des rechten Fußes. Jetzt drehen Sie Ihren Kopf und blicken über Ihre linke Schulter. Der linke Arm kann zur Abstützung dienen, oder Sie führen ihn um die Hüfte herum. Sie drehen hierbei Ihre ganze Wirbelsäule. Nachdem Sie einige Atemzüge lang in dieser Stellung geblieben sind, lösen Sie sie wieder auf. Dann strecken Sie das linke Bein, setzen den rechten Fuß über das linke Knie auf den Boden ab und führen die Übung wie beschrieben durch.

Ausruhen im Liegen (Dauer mindestens 1 Minute)

Legen Sie sich auf den Rücken, so dass beide Rückenhälften den Boden gleichermaßen berühren. Strecken Sie Ihre Beine vom Becken weg und lassen Sie Ihre Füße nach außen kippen. Entspannen Sie Kopf, Hals, Schultern und Hüften. Lassen Sie die Arme locker und mit den Handflächen nach oben neben dem Körper ruhen. Lassen Sie Ihren Körper sich vollständig entspannen. Schließen Sie die Augen und ruhen Sie mindestens eine Minute. Atmen Sie leicht und frei. Die Ruhelage kräftigt und erfrischt sowohl den Körper als auch den Geist, beseitigt Müdigkeit und wirkt auf das ganze System besänftigend.

Vorwärtsbeuge im Stehen (Dauer bis zu 1 Minute)

Stehen Sie auf und stellen Sie die Füße in Hüftweite gerade nebeneinander; das Gewicht ruht auf beiden Füßen. Strecken Sie die Wirbelsäule, während Sie den Brustkorb weiten. Blicken Sie geradeaus und atmen Sie normal. Lassen Sie die Arme locker seitwärts hängen; entspannen Sie die Schultern. Beim Einatmen heben Sie die Arme langsam über den Kopf, während Sie den Oberkörper heben und dehnen. Beim Ausatmen beugen Sie sich mit gestreckter Wirbelsäule und mit gestreckten Armen zum Boden. Arme und Kopf sind in die Bewegung eingebunden.

Entspannen Sie die Knie, notfalls knicken Sie sie etwas ein, und berühren Sie mit den Händen den Boden - nur wenn es leicht geht! Ellenbogen, Schultern und Knie bleiben entspannt. Atmen Sie leicht und gleichmäßig. Bleiben Sie einige Atemzüge lang in dieser Stellung. Beim Ausatmen heben Sie die Arme vom oberen Rückenbereich aus an, währen Sie den Oberkörper nach vorn und aufwärts öffnen. Richten Sie sich vollständig auf, die Arme sind über den Kopf gestreckt. Atmen Sie aus und lassen Sie die Arme an den Seiten herabsinken. Diese Stellung stärkt Leber, Magen, Galle, Nieren und Wirbelsäule und wirkt beruhigend.

Übung zur Gesäßkräftigung (Dauer etwa ½ bis 1 Minute)

Sie knien sich hin. Dann überkreuzen Sie die großen Zehen und lassen die Füße nach innen zeigen. Daraufhin setzen Sie sich auf Ihre Fersen. Nun legen Sie Ihre Hände in den Schoß, die rechte in die linke. Dabei sind die Handflächen nach oben geöffnet. Kopf, Nacken und Wirbelsäule sind aufgerichtet und nach oben gestreckt. Nach mindestens zehn Sekunden heben Sie Ihr Gesäß und richten sich kniend gerade auf. Dabei atmen Sie ein. Setzen Sie sich erneut auf Ihre Fersen und atmen Sie aus. Die Brust ist angehoben und gedehnt. Wiederholen Sie dies dreimal. Wirkung: Diese Übung stärkt das Becken, löst Versteifungen in den Knie- und Fußgelenken und kräftigt den Rücken.

Kobraübung (Dauer etwa ½ bis 1 Minute)

Legen Sie sich auf den Bauch. Legen Sie die angewinkelten Arme eng an den Körper auf den Boden und platzieren Sie Ihre nach unten geöffneten Handflächen neben den Schultern. Strecken Sie Ihre Wirbelsäule ein wenig, indem Sie Ihre Beine nach hinten schieben und mit der am Boden liegenden Stirn etwas mehr nach vorne rücken. Nun bewegen Sie Ihr Kinn über den Boden langsam nach vorne, bis der Nacken richtig gepresst wird. Dann erst heben Sie Ihren Kopf nur mit Unterstützung der Rückenmuskulatur an.

Nach einer Weile des Verharrens verlagern Sie Ihr Gewicht auf die Arme und drücken diese durch in eine Stützstellung. Dabei sollte Ihr Nabel immer am Boden bleiben. Spüren Sie die Dehnung des oberen Rücken- und Brustbereiches. Nach einigen Atemzügen kommen Sie langsam zurück und setzen mit dem Kinn auf den Boden auf, bevor Sie den Kopf langsam wieder einrollen bis die Stirn erneut am Boden liegt und Sie sich entspannen. Sie können diese Übung bis zu dreimal ausführen.

Heuschreckenstellung (etwa ½-1 Minute)

Sie liegen flach auf dem Boden. Ihre Arme befinden sich parallel zum Körper, die Handflächen sind nach oben geöffnet. Ihr Kinn ruht auf der Erde, der Nacken ist leicht gepresst. Während des Einatmens heben Sie beide Beine von der Hüfte aus an. Ihre Wirbelsäule bleibt gestreckt, genauso die Beine. Bei jedem Ausatmen lassen Sie die Beine in der errreichten Höhe, beim Einatmen können Sie sie noch etwas weiter anheben. Achten Sie darauf, nicht mit dem Atmen zu stocken.
Sie können diese Übung bis zu dreimal wiederholen. Wenn es Ihnen leichter fällt, können Sie anfangs unter Umständen jeweils nur ein Bein abwechselnd anheben.

Pflege-Tipps

Gandusha - Ölziehen im Mundraum

Gandusha, das Ölziehen im Mundraum, ist ein Teil der sogenannten Morgenroutine, die im Ayurveda als tägliche gesundheitserhaltende Maßnahme empfohlen wird.

Hierfür werden 1- 2 Esslöffel Öl in den Mund gegeben und für etwa 5 bis 10 Minuten durch die Zähne gezogen und im Mundraum gleichmäßig verteilt, bis das Öl weißlich bzw. leicht schaumig ist. Verwendet wird im Regelfall reines Sesamöl, alternativ kann auch Olivenöl eingesetzt werden, eventuell auch medizinierte Spezialöle oder Ghee. Nach dem Ölziehen spucken Sie das Öl aus und spülen den Mund mit etwas lauwarmem Wasser. Schlucken Sie das Öl nicht herunter. Bei regelmäßiger Anwendung verbessert Gandusha den Geschmacksinn im Mund, stärkt Zähne, Zahnfleisch und Schleimhäute.

 
 
Seite drucken
 
Alle Informationen zum Thema

Immanuel Medizin Zehlendorf

  • In der Privatpraxis für Naturheilkunde erhalten Sie Selbstzahlerleistungen von TCM bis Ayurveda.
    Zur Website

Naturheilkunde Blog

  • Neuigkeiten aus der Wissenschaft, Berichte von Veranstaltungen und Reisen, Tipps und Rezepte.
    zum Blog

Ansprechpartner

  • Stationäre Aufnahme
    Anmeldung und Terminvergabe für die stationäre Aufnahme in der Abteilung Naturheilkunde

    Immanuel Krankenhaus Berlin
    Am Kleinen Wannsee 5D
    14109 Berlin
    T 030 80505-262
    E-Mail senden
    vcard herunterladen

Forschung

  • Abgeschlossene Forschungsvorhaben und Studien
  • Aktuelle Forschungsvorhaben und Studien

Termine

  • 29 März 2017
    Naturheilkunde – Fasten
    mehr
  • 30 März 2017
    Stille Stunde
    mehr
  • 01 April 2017
    Fastentage am Deich 2017 - Entschleunigen, Loslassen und Meer, Woche A
    mehr

Weitere Termine

  • Das Immanuel Krankenhaus Berlin ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin.

Direkt-Links